art-1

EINTAUCHEN IN DIE ZEITGENÖSSISCHE KUNST IN DRUSENHEIM

Erweiterte Realität im Paso-Museum, ein zeitgenössischer Kunstpfad mitten in der Natur, reizvolle Gärten - alles, was es braucht, um diesen Zwischenstopp zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen!

Kulturzentrum

Adresse

2 rue du stade
67410 DRUSENHEIM

Kontakt

+33 (0)3 88 53 77 40
www.pole-culturel.drusenheim.fr

Öffnungszeiten

Montag :GeschlossenGeschlossen
Dienstag :Geschlossen14h - 19h
Mittwoch :10h - 12h14h - 19h
Donnerstag :Geschlossen14h - 18h
Freitag :Geschlossen14h - 18h
Samstag :09h30 - 12h30Geschlossen

 

Das Programm des Kulturzentrums steht dem größerer Städte in nichts nach! Die Vielfältigkeit und Qualität der Veranstaltungen zieht ein breites Publikum an. Die Konzerte und Aufführungen finden in dem voll ausgestatteten großen Saal mit 341 Plätzen statt. Dank Ticket-Online-Dienst können Sie Ihre Plätze gemütlich von zuhause aus reservieren.

In Drusenheim ist die Kunst an jeder Ecke anzutreffen! Das Kulturzentrum der Stadt lädt ein, die Werke des einheimischen Malers Paso zu entdecken, die im gleichnamigen Museum sowie entlang eines ganzjährig zugänglichen Wanderpfads ausgestellt sind. Paso malt abstrakte und zeitgenössische Werke, aber nicht nur! Der über Achtzigjährige überrascht immer wieder mit neuen Ideen und beschloss, für seine Werke die erweiterte Realität zu nutzen. Mithilfe eines Smartphones können Besucher die Gemälde auch in 3D bewundern.

art-slider-1
art-slider-2
art-slider-3

Das Paso-Museum

Das den Werken des Künstlers PASO gewidmete Museum weckt die Neugier der Besucher. Zeitgenössische Kunst mitten auf dem Land - das überrascht und fasziniert. Nach Betreten des modernen und schon aufgrund seiner Größe beeindruckenden Gebäudes erreicht man den Ausstellungsbereich auf der linken Seite. Hier beginnt das Herz des Besuchers schneller zu schlagen, da es von den leuchtenden Farben der Bilder buchstäblich gefangen wird. Die imposanten Formate lösen augenblicklich ein kontemplatives Erstaunen aus.

art-5
art-6

Leidenschaft in einer anderen Farbe

Dieses Blau - es hypnotisiert den Betrachter! Das Paso-Blau, eine vom Künstler selbst geschaffene Farbe, ist in allen seinen Werken vorherrschend. Es erinnert an die Kraft, Stärke und Lebendigkeit des Rheins, Symbol der Geburtsstätte des Künstlers. Paso verwendet gern auch andere Farben, was seinen Werken Leuchtkraft und ein einzigartiges Relief verleiht. Pasos Leidenschaft für seine Kunst überträgt sich auf den Betrachter und umfängt ihn an diesem Ort mit seinen großen Räumen, die bewusst so gestaltet wurden, um den Emotionen des Betrachters Platz zum Ausbrechen zu geben.

Da die Ausstellung dank des Fleißes des Künstlers regelmäßig erneuert wird, können die Besucher immer wieder andere Werke bewundern. 700 Leinwände und Zeichnungen sorgen abwechselnd für stetigen Nachschub der Dauerausstellung.


www.pole-culturel.drusenheim.fr

Paso und das Rheingold

 

Mit seiner einzigartigen Kunst macht Paso ebenso neugierig wie er fasziniert. Begegnung mit einem herausragenden Künstler der Region, dessen Werke die ganze Welt bereist haben.

Wie lange malen Sie schon?

Ich habe mein ganzes Leben lang gezeichnet. Ich habe schon gezeichnet, bevor ich überhaupt laufen konnte. Als ich 2 Jahre alt war, konnte meine Mutter mich ohne Bedenken mit Buntstiften allein zu Hause lassen. Mein erstes kleines Gemälde (8 cm x 8 cm) und meinen ersten Comic habe ich 1939 während unserer Evakuierung in die Haute-Vienne im Alter von 4-5 Jahren gemalt.

Wann haben Sie sich entschieden, dies zu Ihrem Beruf zu machen?

Mit 14, als ich die Volksschule beendet habe, wollte ich Maler werden. Meine Eltern sagten mir, dass Malen kein Beruf sei! Ein Onkel von mir hat mich ermutigt und mich dem Direktor der Schule für Kunstgewerbe von Straßburg, der heutigen HEAR („Haute Ecole des Arts du Rhin“), vorgestellt. Ich durfte trotz meines jungen Alters die Aufnahmeprüfung ablegen und wurde unter den Ersten ausgewählt. Da jedoch das für die Aufnahme in diese Schule vorgeschriebene gesetzliche Mindestalter 21 betrug, musste ich mit 14 Jahren für volljährig erklärt werden. Mit 19 Jahren schloss ich als Bester meines Jahrgangs ab und gewann den 1. Preis der Stadt Straßburg.

art-8

Wie würden Sie Ihre Arbeit definieren?

Ich balanciere zwischen Figuration und Abstraktion, aber am Ende überwiegt meist das Abstrakte. Auf der einen Seite sieht der Betrachter eine gegenstandslose Materie, auf der anderen Seite jedoch, wenn er nur lange genug hinschaut, entdeckt er schließlich eine menschliche Figur. Ich habe doppeldeutige Bilder gemalt, die dem Betrachter die Möglichkeit geben, dieses oder jenes Element wahrzunehmen. Alles daran ist pure Bewegung und Schwingung. Es ist alles vorhanden, aber nichts ist wirklich da. Der Mensch in seiner fleischlichen und spirituellen Komplexität ist mein Lieblingsthema, aber auch die Pracht der Natur weckt Herausforderungen in mir.

Ihre Werke sind über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt. Wo haben Sie schon ausgestellt?

Ich habe zum ersten Mal 1954 in Sessenheim ausgestellt. Später dann in Deutschland in einer kleinen Galerie, wo zum ersten Mal ein Werk von mir vom Kurator des Stuttgarter Museums erworben wurde. Von da an folgte Ausstellung auf Ausstellung in ganz Europa, in den Vereinigten Staaten oder auch in Hongkong... Meine Werke sind in vielen Museen und öffentlichen Sammlungen zu finden (der Senat in Paris, die Sammlung Ludwig, das Museum Stuttgart, das Land Baden-Württemberg, der Regionalrat des Departements Bas-Rhin, die Vereinigten Staaten, Moskau... um nur Einige zu nennen). Ich habe mehrere Kunstbücher verfasst. Eines von ihnen, „Le Jardin des Délices“ aus dem Hortus Deliciarum (Verlag La Diane Française - Nizza), ist in die Bibliothek der Stadt Alexandria aufgenommen worden.

Sie malen im Dunkeln und mithilfe von Werkzeugen, die Sie selbst herstellen. Haben Sie noch andere Geheimnisse, die Sie uns verraten wollen?

Ich male in der Tat bei Kerzenlicht, um das Auge und die Hand besser voneinander trennen zu können. Ich habe meine eigenen Werkzeuge für die Malerei geschaffen. Diese Werkzeuge werden nur von mir benutzt und haben mir dabei geholfen, eine eigenständige Technik und damit eine neue Art der Malerei zu entwickeln. Ich stelle auch meine eigenen Farben her, oft unter Verwendung seltener und reiner Pigmente, die meinen Werken Kraft und Glanz verleihen.

Haben Sie so Ihr berühmtes „PASO-Blau“ erfunden?

Ja, ganz genau! Das „PASO-Blau“ ist eine intensive und tiefgründige Farbe. Es ist das Ergebnis einer jahrelangen Forschungsarbeit. Ich verwende dafür ein reines, einmaliges Pigment. Dank meiner „Alchemie“ bleibt dem Blau seine ganze Pracht und visuelle Ausdrucksstärke erhalten. Das „PASO-Blau“ führt den Menschen auf den Weg der Unendlichkeit... Es ist in fast allen meinen Werken präsent und in meiner letzten Ausstellung „PASO und das Rheingold“ zusammen mit goldenen Farbakzenten sogar omnipräsent.

Woher stammt die Idee, für Ihre Malerei die virtuelle Realität zu nutzen? Welchen zusätzlichen Wert bringt das für Ihre Arbeit?

Die neue Technologien regen meine Neugier an und veranlassen mich zu neuen Herausforderungen. Mir wurden Vorschläge unterbreitet, um „die virtuelle Realität als Medium der Schöpfung und die erweiterte Realität zur Entdeckung meiner Werke in 3D“ zu erproben. Während einer Bühnen-Performance im Jahr 2018 hat diese innovative Neuartigkeit es dem Publikum ermöglicht, eine Erfahrungsreise durch Eintauchen in meine Malerei zu unternehmen. Ich würde nicht sagen, dass die virtuelle Realität meiner Arbeit zusätzlichen Wert verschafft, sondern eher eine neue Sichtweise. Dank dieser Technologie war es zum ersten Mal möglich, in mein Werk einzudringen und es innen und von innen aus zu betrachten. Das Sichtfeld wird somit vergrößert. Der unsichtbare Erfindungs- und Schaffungsprozess wird dank der virtuellen Realität zum Leben erweckt. Das ist eine unglaubliche Erfahrung!

art-9

Welchen Platz nimmt der Rhein in Ihren Werken ein?

Ich bin in Drusenheim am Rheinufer geboren. Der Rhein ist ein sagenumwobener Fluss und ein kultureller, religiöser und wirtschaftlicher Schmelztiegel... Ich bin seit meiner frühesten Kindheit vom Atem des Rheins beseelt. Im Jahr 2018 habe ich mit meiner Ausstellung „Rheingold“ im PASO-Museum die Schönheit des Rheins gepriesen und Künstlern, Dichtern, Schriftstellern, Humanisten, Philosophen und Theologen gehuldigt, deren Vorstellungswelt von jeher durch diesen majestätischen Fluss genährt wurde. Der Rhein ist auch das Rückgrat Europas, Schauplatz und Zeuge der Turbulenzen der Geschichte und der Versöhnung der Völker.

Was sind Ihre nächsten künstlerischen Projekte?

Ich habe zahlreiche Projekte in Arbeit, aber ich spreche nicht gern darüber, bevor diese abgeschlossen sind. Im Übrigen wird demnächst ein neues Buch herauskommen...

Welchen Rat würden Sie einem leidenschaftlichen Künstler geben, der noch in den Anfängen steckt?

Vor allem den, sich niemals in eine Zwangsjacke stecken zu lassen, seine Persönlichkeit zu bewahren, ein freier Schöpfer zu sein, befreit vom „Dunstschleier der Vorurteile“.

www.paso.fr

Wechselnde Ausstellungen im zeitgenössischen Kunstzentrum

Für Besucher, die Kunst lieben und ihren Durst nach Inspiration stillen wollen. Die Besichtigung setzt sich ganz natürlich im Nachbarsaal weiter, in dem regelmäßig renommierte Künstler oder junge Talente ihre Werke ausstellen.

art-12
art-11

Die Medienbibliothek, ein Ort der Kultur und der Verknüpfung

Die große Medienbibliothek von Drusenheim ist eine Stätte der Ruhe und ein Zufluchtsort für die Kultur. Der Besuch dieser lichtdurchfluteten Räume lohnt sich schon allein wegen des Wohlbefindens, das sie der Seele verschaffen.
Mehr als 18.000 Dokumente bereichern die Kenntnisse des Besuchers.

Besondere Pluspunkte:

  • die kostenlose Ausleihe von Dokumenten an unter 18-Jährige
  • Workshops und Kurse für Erwachsene
  • die ebenfalls kostenlosen Angebote für Kinderaktivitäten

www.pole-culturel.drusenheim.fr

Städtische Installationen und
Land Art

Die Stadt, die bei dem Wettbewerb der Blumenstädte und -dörfer mit 4 Blüten ausgezeichnet wurde, schmückt sich zu allen Jahreszeiten mit künstlerischen Installationen, die die Wege durch die Stadt hübscher gestalten.
Überall in der Ortschaft, ob auf den Verkehrskreiseln, im Park der Altwassergärten, entlang der Moder oder auf dem Radweg entlang der Rhein-Allee, begleiten Kunstwerke in Form minimalistischer Skulpturen bis hin zu grandiosen Gemälden Bewohner und Besucher gleichermaßen.

Zum Jahresende während der Weihnachtszeit erstrahlt und belebt sich Drusenheim noch mehr als sonst, um die Herzen der Menschen zu erwärmen.

art-13

Geheimtipp

Der Besuch einer Vernissage verschafft die Gelegenheit, sich mit den Künstlern im Beisein der Familie oder gemeinsam mit Freunden bei einem Drink im geselligen Rahmen über die Kunstwerke austauschen zu können!

Finden Sie den passenden 
Kulturausflug